Übersetzung Norwegisch Deutsch
Übersetzung Deutsch Norwegisch
Norwegisch zählt zum nordgermanischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und hat seinen Ursprung im Altnordischen, welches der isländischen Sprache ähnelt. Einfluss auf die norwegische Sprache hatte über die Jahrhunderte u.a. das Niederdeutsche, das zur Zeit der Hanse Verkehrssprache des Nordens war, sowie das Schwedische und Färöische. Dies manifestiert sich u.a. in einer Vielzahl von Fremd- und Lehnwörter, die man im norwegischen Wortschatz findet. Zudem hatte das Dänische einen signifikanten Einfluss auf die norwegische Sprache, da Dänemark und Norwegen zwischen 1380 und 1814 in Personal- bzw. Realunion miteinander verbunden waren.
Norwegisch ist Amtssprache in Norwegen, wobei hervorzuheben ist, dass man bei der norwegischen Sprache zwischen zwei Sprachformen/Schriftsprachen unterscheidet: Bokmal (Standard-Norwegisch; urspr. Riksmal "Reichssprache") und Nynorsk (Neu-Norwegisch, urspr. Landsmal "Landessprache").
Diese Besonderheit liegt in der historischen Entwicklung des Landes: Durch geographische Realitäten konnte sich in Norwegen eine Vielzahl von Dialekten relativ unabhängig von einander entwickeln. Hinzu kommt die jahrhundertelange dänische Vorherrschaft, in der Dänisch Amtssprache war. Beides trug dazu bei, dass sich keine einheitliche Aussprache des Norwegischen etablieren konnte. Nach der Trennung von Dänemark setzte auch in Norwegen im Laufe des 19. Jhd. eine nationalromantische Welle ein, deren Ziel u.a. die Wiederherstellung der alten norwegischen Sprache war. Da allerdings auch das Dänische inzwischen so gefestigt war, entstanden zwei Varietäten: Riksmal und Landsmal.
Landsmal wurde 1850 entwickelt um dem Dialekt sprechenden Volk eine eigene Schriftsprache zu geben, 1885 wurde es offiziell als Schriftsprache anerkannt und 1929 in Nynorsk umbenannt. Parallel entwickelte sich Riksmal, welches stärker am Dänischen orientiert ist. Auch hier fand 1929 eine Umbenennung statt, so lautet die offizielle Bezeichnung seither Bokmal. Sprachwissenschaftlich ist Bokmal keine ursprüngliche Einzelsprache, sondern ein teilweise norwegisiertes Dänisch und klassifiziert sich somit als Tochtersprache.
Bokmal wird von etwa 85-90% der norwegischen Bevölkerung geschrieben, Nynorsk von 10-15%. Insgesamt gibt es ca. 5 Mio. Norwegischmuttersprachler, wobei aufgrund der Ähnlichkeiten aller skandinavischen Sprachen die Verständigung zwischen Norweger, Dänen und Schweden relativ gut funktioniert.
Bereits um das Jahr 1903, also zwei Jahre nach der erstmaligen Verleihung des Preises, ging der Nobelpreis für Literatur an einen norwegischen Schriftsteller, dessen Werke unter anderem Norwegisch Deutsch übersetzt wurde, nämlich an Bjornstjerne Bjornsen ("Auf Gottes Wegen", "Flaggen über Stadt und Hafen"). 1920 wurde Knut Hamsun für seinen Roman "Segen der Erde" mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sigrid Undset, in Dänemark geboren, erhielt die Auszeichnung im Jahr 1928. Die Schriftstellerin steht für Werke wie "Kristin Lavranstochter" und "Der Frühling".
Ein weiterer bekannter Schriftsteller aus Norwegen ist Trygve Gulbranssen, der in Deutschland in erster Linie für seine Romane "Und ewig singen die Wälder", sowie "Das Erbe von Björndal" bekannt wurde.
Auch Jostein Gaarders "Sofies Welt" wurde in viele Sprachen, unter anderem Norwegisch Deutsch übersetzt.
Zu den bekannten Persönlichkeiten aus Norwegen zählt zudem der Anthropologe Thor Heyerdahl, der Maler Edvard Munch, der Komponist Edvard Grieg, des Weiteren der legendäre Ski-Langläufer Bjorn Daehli sowie der Biathlet Ole Einar Bjorndalen.
Zu den wichtigen norwegischen Zeitungen zählen der "Aftenposten", das "Dagbladet", "Dagens Naerlingsliv", "Tronder-Avisa", "Nationen", "Bergens Tidende", "Morgenbladet" oder auch "Verdens Gang".