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Schwedisch
Schwedisch ist Amtssprache in Schweden sowie, neben der finnischen Sprache, in Finnland. Zudem gilt Schwedisch als eine der offiziellen Amtssprachen in der EU. Insgesamt zählt Schwedisch 8,5 Mio. Muttersprachler.
Schwedisch gehört zu den skandinavischen Sprachen innerhalb des germanischen Zweigs der indogermanischen Sprachfamilie. Die schwedische Sprache ist eng mit dem Norwegischen und Dänischen verwandt, die ebenfalls skandinavische Sprachen sind. Deshalb ist es für Sprecher dieser drei Sprachen relativ einfach miteinander zu kommunizieren. Dies steht im Gegensatz zum Finnischen und Schwedischen, die nicht miteinander verwandt sind und somit eine Verständigung zwischen Sprechern dieser beiden Sprachen nicht möglich ist.
Im Mittelalter wurde die schwedische Sprache stark vom Mittelniederdeutschen der Hanse geprägt, später, bedingt durch regen Handel mit dem deutschsprachigen Raum, erfolgte ein Einfluss des Hochdeutschen. Auch heute noch findet man viele Lehnwörter aus dem militärischen Bereich sowie aus einigen wissenschaftlichen Fachgebieten, wie z.B. Natur- und Ingenieurwissenschaften, im schwedischen Wortschatz.
Auf der anderen Seite gab es auch einen schwedischen Einfluss auf die deutsche Sprache, genauer auf die niedersächsische und ostniederdeutsche Sprache. Dieser lässt sich auf die schwedische Herrschaft über Norddeutschland zurückführen.
Schwedisch verwendet das lateinische Alphabet, das durch die Buchstaben Å, Ä, Ö ergänzt wurde und somit aus 29 Buchstaben besteht.
Schon früh in der Geschichte des Nobelpreises für Literatur, der erstmals im Jahr 1901 vergeben wurde, ging die hohe Auszeichnung an eine Schriftstellerin aus Schweden, nämlich an Selma Lagerlöff. Die Werke Lagerlöffs wurden in viele Sprachen übersetzt, unter anderem auch ins Deutsche. Zu ihren bekanntesten Werken ist wohl "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" zu zählen. Aber auch andere Werke sind weltbekannt geworden, beispielsweise Lagerlöffs "Gösta Berling", "Geschichten von Trollen und Menschen" oder "Das heilige Leben".
Im Kriegsjahr 1916 ging der Nobelpreis für Literatur an den schwedischenSchriftsteller Verner von Heidenstamm ("Als die Kastanien blühten", "Der Wald rauscht" etc.). 1931 erhielt Erik Axe Karlfeldt den Preis ("Flora och Pomona", Tankar och tal"). Ins Deutsche übersetzt wurde unter anderem sein Gedichtband "Fridolins Lieder".
Es sollte bis ins Jahr 1951 dauern, bis der Preis wiederum an einen Schriftsteller aus Schweden ging, nämlich an Pär Lagerkvist ("Der Tod Ahasvers", "Die Sibylle", "Barrabas" etc.). 1974 teilten sich sogar 2 schwedische Schriftsteller den Literatur-Nobelpreis: Eyvind Johnson ("Eine große Zeit", "Träume von Rosen und Feuer") sowie Harry Martinson ("Der Weg nach Glockenreich", "Die Nesseln blühen etc.).
Im Hinblick auf die schwedische Presselandschaft sind die Tageszeitungen "Dagens Nyheter", "Svenska Dabladet", "Göteborgs-Posten", "Aftonbladet" sowie "Expressen zu nennen.
Zu den Berühmtheiten aus Schweden ist unter anderem die Gruppe "Abba" zu nennen, die 1974 den Grand Prix D Eurovision de la Chanson gewann und anschließend eine Weltkarriere startete. Weltbekannt sind zu dem der schwedische Regisseur Ingmar Bergmann sowie die schwedischen Schauspielerinnen Greta Garbo, Ingrid Bergmann sowie Zarah Leander und Anita Ekberg. Einer der bekanntesten Sportler aus Schweden ist der frühere Tennisprofi Björn Borg. Für ihr soziales Engagement bekannt geworden ist des Weiteren die Schwedin Elsa Brandström. Eine bekannte schwedische Zeitgenössin ist die Schriftstellerin Kerstin Ekmann ("Hexenringe", "Geschehnisse am Wasser", deren Romane auch ins Deutsche übersetzt wurden. Weltruhm genießt bis heute das Werk der schwedischen Autorin Astrid Lindgren ("Pipi Langstrumpf"), deren Kinderbücher in keinem deutschen Kinderzimmer fehlen. Ein weiterer wichtiger Schriftsteller aus Schweden ist August Strindberg, Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, darunter auch ins Deutsche ("Der Totentanz", "Ein Traumspiel").
Eine bekannte Persönlichkeit aus Schweden ist Sven Olof Palme, der einem Attentat zum Opfer fiel. Derjenige Schwede, auf den die Nobelpreise eigentlich zurück gehen, ist der schwedische Erfinder Alfred Nobel.