Fremdsprachliche Elite:
Dolmetscherinnen und Dolmetscher
Die Berufsgruppe Dolmetscherin und Dolmetscher geht einer der anspruchsvollsten und einer ein Höchstmaß an sprachlicher und fachlicher Qualifikation abverlangenden Tätigkeit nach, bei der höchste Kompetenz und enormes Fachwissen vonnöten sind. Man kann diesen Beruf - was die Anforderungen an Konzentration und Geistesgegenwart betrifft - wohl ohne Übertreibung in eine Reihe mit Chirurgen, Ingenieuren und Jetpiloten stellen.
Auch bei erfahrensten Mitgliedern der Berufgruppe Dolmetscher und Dolmetscherinnen, also den "alten Hasen" in dieser Branche, stellt sich kaum Routine ein. Schließlich müssen sich Dolmetscherinnen und Dolmetscher in verschiedenste Situationen des Berufsalltags einarbeiten: Sie sind unverzichtbar bei Terminen auf dem Standesamt, wenn eine Aufgebotsbestellung oder eine Eheschließung anstehen, bei denen einer der Eheschließenden kein oder nur schlecht Deutsch spricht. Auch bei Notarterminen müssen oftmals Dolmetscher zugegen sein, zum Beispiel beim Abschluss von Verträgen (Ehevertrag, Immobilienkaufvertrag für ein Haus in Spanien, Portugal oder in anderen Ländern etc.), bei denen Personen zu den Vertrag schließenden Parteien gehören, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Hier sind unsere Dolmetscherinnen und Dolmetscher zur Stelle, um Deutsch / Englisch, Spanisch / Deutsch, Französisch / Italienisch oder in jede beliebige andere Sprachkombination zu dolmetschen.
Auch bei verschiedenen Konferenzen in allen denkbaren Fachgebieten, auf medizinischen Kongressen, Fachtagungen, Meetings, Mitgliederversammlungen oder bei Besuchen von Delegationen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens, bei Podiumsdiskussionen auf Messen oder bei politischen Diskussionen, müssen im Rahmen der zunehmenden Internationalisierung und Globalisierung Verhandlungsdolmetscher, Konferenzdolmetscher, Simultandolmetscher oder Konsekutivdolmetscher und Konsekutivdolmetscherinnen anwesend sein, um Deutsch / Spanisch, Englisch / Deutsch, Französisch / Englisch oder in andere Sprachkombinationen zu dolmetschen.
Sprachliche Begabung mag beim Ergreifen des Berufes Dolmetscher oder Dolmetscherin von großem Vorteil sein, doch reicht sie bei Weitem nicht aus, um diese "Königsdiziplin" innerhalb der fremdsprachlichen Dienstleistungen professionell ausüben zu können. Häufig beschränkt sich Dolmetschen nicht auf die Übertragung von gesprochener Sprache; vielmehr müssen Dolmetscher und Dolmetscherinnen den Tonfall, die Gestik oder Mimik der zu dolmetschenden Person bei der fremdsprachlichen Wiedergabe mit berücksichtigen. Und natürlich ist es unverzichtbar, sich einen genauen Hintergrund über die vortragende Person vor dem Dolmetschtermin anzueignen.
Die berufliche Tätigkeit als Dolmetscher oder Dolmetscherin erfordert außerdem eine umfassende Allgemeinbildung, um auf alle Eventualitäten der wiederzugebenden Thematik angemessen reagieren zu können. Nicht zuletzt müssen die Dolmetscherinnen und Dolmetscher des EU Parlaments regelmäßig mehrere Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Fachliteratur lesen, um die sprachlichen Anforderungen für ihre Tätigkeit erfüllen zu können. Oftmals müssen sich die Dolmetscher unter immensem Zeitdruck in die verschiedensten Fachgebiete einarbeiten, und das nicht nur in ihrer Muttersprache, sondern selbstverständlich auch auf Ebene der zu dolmetschenden Fremdsprache.
Dabei ist es zudem unerlässlich, dass die Dolmetscherinnen und Dolmetscher die jeweiligen nationalen und kulturellen Gepflogenheiten genauestens kennen, um möglicherweise Peinlichkeiten, die durch die Aussage eines Sprechers ohne dessen Wissen entstehen könnten, zu "umschiffen". Der Dolmetscher gibt Sprache also nicht nur wieder, sondern leistet darüber hinaus einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu einer reibungslosen Kommunikation zwischen verschiedenen Sprach- und Kulturkreisen.
Bei dem Ganzen muss ihm wiederum die Quadratur des Kreises gelingen, denn nicht der Dolmetscher oder die Dolmetscherin steht im Vordergrund, sondern selbstverständlich nur der jeweilige Redner, Sprecher oder Vortragende. Perfektion erreichen Dolmetscher und Dolmetscherinnen erst dann, wenn die Zuhörer quasi gar nicht wahrnehmen, dass die Kommunikation mittelbar über einen Dritten stattfindet, wenn also die Diskussionspartner den Eindruck haben, sie würden direkt miteinander kommunizieren. Nur am Rande sei erwähnt, dass Verschwiegenheit und absolute Vertraulichkeit hinsichtlich der zu dolmetschenden Thematik selbstverständliche Voraussetzungen für einen Beruf sind, in dem man oftmals mit brisanten und konfliktträchtigen Aspekten in Berührung kommt.
Den Beruf Dolmetscher und Dolmetscherin kann man nur ausüben, wenn man Stress standhalten kann und eine überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit besitzt. Dies geht so weit, dass beispielsweise die Simultandolmetscher und Simultandolmetscherinnen, die parallel zum Sprechenden über ein Mikrofon in die entsprechende Fremdsprache oder aus dieser Fremdsprache simultan aus dem Deutschen ins Englische, aus dem Französischen ins Deutsche oder zwischen anderen Sprachkombinationen dolmetschen, sich nach 20 bis 30 Minuten abwechseln müssen, um sich zu erholen. Simultandolmetscherinnen und Simultandolmetscher sitzen daher generell zu zweit in der Dolmetschkabine.
Etwas anders verläuft das Dolmetschen beim Konsekutivdolmetschen. Hier spricht ein Redner in der Regel über einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten, während dessen die Konsekutivdolmetscher und Konsekutivdolmetscherinnen sich mittels einer speziellen Technik Notizen machen und anschließend das Gesprochene in der Fremdsprache wiedergeben. Auch hier werden wiederum höchste Anforderungen an die Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit des Konsekutivdolmetschers und der Konsekutivdolmetscherin gestellt. Häufig sind Konsekutivdolmetscher und Konsekutivdolmetscherinnen im Rahmen von zumeist live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenzen vonnöten, beispielsweise bei Treffen hochrangiger Regierungsbeamter.
Da die Berufsbezeichnung Dolmetscher bzw. Dolmetscherin gesetzlich nicht geschützt ist, können auch Personen diesen Beruf ausüben, die nicht über eine entsprechende berufliche Qualifikation verfügen oder keine diesbezügliche fachliche Prüfung abgelegt haben. Umso wichtiger ist es, hier einem renommierten und erfahrenen Übersetzungsbüro zu vertrauen, das dafür sorgt, dass fremdsprachliche Serviceleistungen professionell durchführt werden, und das zu Dolmetscherveranstaltungen nur Diplom Dolmetscher und Diplom Dolmetscherinnen, Fachdolmetscher mit Diplom, allgemein beeidigte Dolmetscher, mit den für Gerichtsdolmetschen notwendigen Zertifikaten ausgestatte Dolmetscher und Dolmetscherinnen, öffentlich bestellte sowie beeidigte Dolmetscher und Dolmetscherinnen sendet.